Design Thinking Factory – innovativ, gebrauchstauglich, angewandt

BRITA

BRITA – Wasser ist nicht gleich Wasser

Das familiengeführte Unternehmen BRITA agiert weltweit und hat sein Produktportfolio in den vergangenen Jahrzehnten stets ausgeweitet. Die Firmengeschichte zeigt, dass BRITA ein innovativ handelndes Unternehmen ist. Angefangen mit der Optimierung von Leitungswasser für Autobatterien in den 60er Jahren hat sich BRITA im Laufe der Zeit zu einem internationalen Unternehmen entwickelt, dessen Wasserfilter und weiteren Produkte aus vielen Haushalten und gewerblichen Bereichen nicht mehr weg zu denken sind.

So werden auch die BRITA-Mitarbeitenden zum innovativen Denken und Handeln angeleitet. Im Rahmen des BRITA internen Führungskräfte Entwicklungsprogramms wurde ein Projekt zur Entwicklung einer neuen Produktidee gestartet.

Das Unternehmen ist sich bewusst, dass externe Impulse die Innovationskraft steigern können, langfristige Innovationen aber durch die eigenen Mitarbeitenden entstehen.

Gemeinsam zur neuen Produktidee

An dieser Stelle kommen nun wir, die Design Thinking Factory des Fraunhofer FIT, ins Spiel. Zur Unterstützung einer internen Projektgruppe standen zwei unserer Design Thinking Experten den BRITA Mitarbeitenden methodisch und mit vielen Tipps und Kniffen zur Seite. Innerhalb der Projektgruppe sollte das Produktportfolio mit zukunftsträchtigen Ideen weiterentwickelt werden.

Mit unserer methodischen Unterstützung hat das BRITA-Projektteam entlang des Design Thinking Prozesses verschiedene Ideen zu Dienstleistungen und Produkten ausgearbeitet. Dabei lag stets das Ziel zugrunde, dass die BRITA-Mitarbeitenden Methodenkenntnisse erlangen und zur selbstständigen Durchführung eines Design Sprints angeleitet werden. Dafür waren fünf Sessions vorgesehen.

Im Auftaktworkshop wurde eine gemeinsame Wissensbasis geschaffen. Zum einen setzten uns die Mitarbeitenden von BRITA über ihren aktuellen Stand in Kenntnis und wir schufen eine gemeinsame Zielsetzung, was in den nächsten Workshops erreicht werden sollte. Zum anderen gab es ein Methodentraining von unseren Design Thinking Experten und die passenden Methoden für die nachfolgenden Schritte wurden gemeinschaftlich ausgewählt.  

Fokusgruppe: Und die Nutzerreise beginnt

Die stetige Einbindung von Endnutzern ist im Sinne des User-Centered Designs zu jeder Zeit des Produktentwicklungszyklus wichtig. Demnach starteten wir in die Empathize-Phase mit einer Fokusgruppe. Basierend auf dem vorausgegangenen Methodentraining leitete das BRITA-Projektteam die Teilnehmenden mit Hilfe von Questorming eigenständig durch den Workshop. Dabei wurden viele Insights gesammelt, die die Grundsteine für den weiteren Verlauf bildeten. 

Eines können wir an dieser Stelle ganz klar sagen: You did a great job!

Verstehe deine Stakeholder und ihre Bedürfnisse

Um die Einblicke in die Welt der Stakeholder zu dokumentieren und zu strukturieren, haben die BRITA-Mitarbeitenden ihre Erkenntnisse in verschiedenen Formen wie Personas, Empathy Maps und Value Proposition Canvases synthetisiert.

Diese lebenden Artefakte sollten nicht nur als Kommunikationsmittel und Gedankenvisualisierung innerhalb der Gruppe dienen, sondern auch dabei behilflich sein, die Projektergebnisse im Unternehmen publik zu machen. Basierend auf den Eindrücken der Empathize- und Define-Phase startete die Gruppe in die Ideengenerierung. Entlang einer vorher definierten „How might we“-Frage wurden problemorientiert und zielgerichtet verschiedene Ideen gesammelt.

Anschließend war die Zeit gekommen für eine Entscheidung. Im Rahmen eines Dot Votings wurden die vielversprechendsten Ideen demokratisch ausgewählt.

Prototypenerstellung & ab ins kalte Wasser

Im nächsten Schritt gaben unsere Experten dem BRITA-Projektteam diverse Werkzeuge für das schnelle Prototypen an die Hand. Innerhalb der Prototyping-Phase entstanden drei verschiedene Produktideen, die nach ihrer iterativen Verfeinerung nur noch auf eine Evaluierung warteten.

Um das Feedback der Stakeholder einzuholen wurde getreu dem Motto „Ab ins kalte Wasser“ agiert. Die BRITA-Mitarbeitenden testeten ihre erstellten Prototypen auf der Straße. Dieses kostete zunächst ein wenig Überwindung, aber schlussendlich konnten viele wichtige und informative Einblicke und Rückmeldungen durch die kurzen Nutzerstudien und Interviews verzeichnet werden.

Die Ergebnisse wurden im Plenum diskutiert und gemeinschaftlich die nächsten Schritte besprochen. Für jeden Prototyp wurde kollaborativ erarbeitet, in welcher Phase des Design Thinking Prozesses erneut angesetzt werden muss, um das Konzept zu schärfen.  

Fazit – eine kreative Atmosphäre die gefällt

Insbesondere die kreative Atmosphäre sowie die Mischung aus Freiheit und Struktur während der gemeinsamen Workshops ist unseren Teilnehmenden positiv aufgefallen. Sie haben gelernt sich fallen zu lassen ohne genau zu wissen wohin die Reise geht und wo sie enden wird. Der Prozess sowie unsere Methodik und Tools konnten das BRITA-Projektteam überzeugen. Liebevoll und mit einem Augenzwinkern wurde unsere Dienstleistung von den Workshopteilnehmenden als „betreutes Arbeiten“ bezeichnet. Wurden unsere pedantischen Zeitbegrenzungen und der hartnäckige Hinweis Post-its zu verwenden zu Beginn ein wenig belächelt, so wurde im Laufe der Zeit das dynamische Arbeiten gelobt und mit den Worten zusammengefasst „Am Ende machte alles Sinn“. Demnach wurde das berühmt berüchtigte Post-it Kleben nicht seiner Daseinsberechtigung beraubt und wir sind stolz darüber hinaus viel Wissen über den Design Thinking Prozess und dessen Methoden weitergeben zu haben.