Design Thinking Factory – innovativ, gebrauchstauglich, angewandt

apoBank

Die apoBank unterstützt Ärzte im Praxismanagement

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (kurz apoBank) ist Teil der genossenschaftlichen Banken Deutschlands und hat ihren Sitz in Düsseldorf. Mit einer Bilanzsumme von mehr als 48 Mrd. Euro und über 470.000 Kunden konzentriert sich ihr Kundenstamm auf akademische Heilberufe wie Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Apotheker. In einer Vorstudie wollte die apoBank herausfinden, welcher Bedarf insbesondere bei niedergelassenen Ärzten zur Unterstützung der Praxisführung besteht.

Analog-Digitale Beratung als Erfolgsfaktor

Früh war allen Projektbeteiligten klar, dass es sich bei einer zufriedenstellenden Lösung weder um ein rein digitales, noch um ein rein analoges Produkt handeln würde. Vielmehr sollte ein hybrides Ergebnis erarbeitet werden, welches die Ärzte sowohl in der digitalen, als auch in der analogen Welt begleitet. Außerdem sollte während der gesamten Produktentwicklung die Kunden im Mittelpunkt stehen, weswegen sich die apoBank dazu entschieden hat, die Fraunhofer FIT Design Thinking Factory mit ihrer Expertise in der Entwicklung von menschzentrierten Produkten und Services in das Projekt einzubinden. In einem ersten Schritt plante das FIT, aussagekräftige Nutzerstudien einzuleiten, um einen tiefgehenden Einblick in die Welt der apoBank-Kunden zu erhalten. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse sollte daraufhin ein Papierprototyp als konzeptionelle Grundlage für die spätere Umsetzung erstellt werden.

Die »Lebenswelt Praxis«

Bei der praktischen Umsetzung der zuvor geplanten Schritte hat Fraunhofer FIT nach den Methoden des Design Thinking Ansatzes zunächst die Empathiephase eingeleitet, um die Lebenswelt der Ärzte besser zu verstehen. Ziel war es, herauszufinden, welche Hürden im Arbeitsalltag der Ärzte abseits ihrer kurativen Tätigkeiten existieren. Dafür wurden leitfadengestützte Interviews mit Ärzten und Praxisangestellten geführt, um vor allem die administrativen Aufgaben in einer Arztpraxis besser verstehen zu können. Aus den Interviews wurden im Anschluss Anforderungen abgeleitet, die zunächst priorisiert und anschließend einer Machbarkeitseinschätzung unterzogen wurden. Die wichtigsten Anforderungen sollten daraufhin der weiteren Entwicklung einer hybriden Lösung dienen.

Mehrere Iterationen bis zum Prototypen

Im zweiten Schritt wurde anhand der Interviews und Beobachtungen kollaborativ mit der apoBank ein Papierprototyp für ein betriebswirtschaftliches Analysetool entwickelt. In mehreren Iterationsschritten hat das Fraunhofer FIT dann zusammen mit Mitarbeitenden der apoBank eine Software-Oberfläche gestaltet, die sowohl auf den herausgearbeiteten Nutzungsanforderungen einer Arztpraxis, als auch auf den Kernkompetenzen der apoBank basierte. Am Ende des Design Thinking Prozesses stand ein Prototyp, der den Software-Entwicklern der apoBank als Grundlage für den weiteren Entwicklungsprozess gedient hat. FIT und die apoBank haben sich hierbei für einen so genannten »horizontalen« Prototypen entschieden, welcher grundlegende Funktionen eines Programms darstellt und den Nutzern einen Eindruck über das Gesamtsystem vermittelt.

Die Ergebnisse der Zusammenarbeit flossen schlussendlich in die Applikation optiPrax ein. Die digitale Praxisberatung unterstützt Heilberufler zum Beispiel bei finanziellen Fragen oder bei der Standortplanung.